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Lebensräume: Im Zusammenhang denken
LeitgedankeDas Future Principles FrameworkLebensräume entstehen in Zusammenhängen. Gebäude, Straßen und Landschaften verbinden sich mit gesellschaftlichen Entwicklungen, natürlichen Bedingungen, Technologien und den Menschen, die sie nutzen.
Die Gestaltung zukünftiger Lebensräume beginnt deshalb mit einer besonderen Gegenwartskompetenz: der Fähigkeit, vielschichtige Veränderungen wahrzunehmen, Zusammenhänge zu erkennen und unter unsicheren Bedingungen Orientierung zu gewinnen.
Das Future Principles Framework ist eine Landkarte für das Denken zukünftiger Lebensräume. Im Zentrum steht der Mensch im Hier und Jetzt: wahrnehmend, handelnd und eingebunden in räumliche, gesellschaftliche und zeitliche Zusammenhänge.
Das Framework verbindet unterschiedliche Wissens- und Gestaltungsfelder. Denn zukunftsfähige Lebensräume entstehen dort, wo Soziologie, Architektur, Raumplanung, Design, Kunst, Naturwissenschaft und Technologie miteinander in Beziehung treten.
Das Framework wurde von mir, Christiane Varga, entwickelt, inspiriert vom „Krebs Cycle of Creativity“ der Architektin und Designerin Neri Oxman. Grafik: Formation.
❋Mensch und WahrnehmungWie erleben Menschen ihre Umgebung? Licht, Klang, Material, Farbe und Atmosphäre prägen, ob wir uns verorten, sicher fühlen und in Beziehung treten können.Vernetztes DenkenWohnung, Gebäude, Quartier, Region und digitale Umgebung wirken zusammen. Gute Entscheidungen entstehen, wenn gesellschaftliche, natürliche, technologische und gestalterische Perspektiven miteinander verbunden werden.Zeit und RaumLebensräume tragen Vergangenheit in sich und nehmen mögliche Zukünfte vorweg. Zukunftsfähige Gestaltung verbindet Herkunft, gegenwärtige Bedürfnisse und langfristige Veränderbarkeit.GestaltungsprinzipienErkenntnisse gestalten Räume mit. Dabei geht es um Atmosphäre, Anpassungsfähigkeit, Materialität, Naturbezug, Zugänglichkeit, Identität und das Zusammenspiel von Beständigkeit und Veränderung.
Spatial Turn Gesellschaftlicher Wandel zeigt sich räumlich. Lebensformen, Machtverhältnisse, Mobilität und soziale Beziehungen prägen, wie Räume entstehen, genutzt und angeeignet werden.