Freude, denn das Wintersemester 2026/27 hat begonnen und damit auch mein Kurs an der FH JOANNEUM in Graz im Studiengang Industrial Design. Das freut mich, denn der Austausch mit den Studentinnen und Studenten ist immer sehr erhebend für mich.
Weil ich denke, dass jeder Mensch seine Umgebung mit seinem Tun oder Nicht-Tun mitgestaltet, hier eine Übersicht in drei Akten, worum es in dem Kurs geht.
I. Wir bewegen uns in diesem Kurs zwischen Design und Zukunftsdenken.
Im Zentrum steht die Frage:
Wie können wir als Designer:innen neue Produkte, Services oder Systeme gestalten, in einer Welt, die sich grundlegend verändert?
II. Warum Zukünfte denken?
Design ist nie neutral. Jedes Produkt, jede Technologie, jedes System schreibt bestimmte Vorstellungen von Zukunft mit.
Ob wir es wollen oder nicht – Design formt Zukünfte, weil es immer Annahmen darüber trifft, wie Menschen leben, handeln, konsumieren oder interagieren werden.
Deshalb geht es – einmal mehr – nicht darum, „die Zukunft vorherzusagen“, sondern sie gedanklich zu entwerfen - als Möglichkeitsraum.
III. Wir erforschen, was in alternativen Zukünften gebraucht, gewünscht oder sinnvoll sein könnte – und wie Design diese Welten mitgestaltet.
“Design is world-making. It always already shapes how we dwell in the world.” Tony Fry, Design as Politics (2011)
Welche Vorstellung von Zukunft steckt also in dem, was jeder und jede von uns heute tut?
In der Arbeit, zu Hause, in Begegnungen im öffentlichen Raum?
Auf den Fotos: Die Studenten & Studentinnen gehen im Atelier ihren Forschungen nach. Aus der Theorie immer in die Praxis.
PS: Auf die Frage „Wie seht ihr die Zukunft?“ fallen die Antworten auch heuer wieder durchwachsen aus. Was in vielen Antworten aber mitschwingt: Gerade ist schwer absehbar, wie es weitergeht. Umso mehr rückt die Frage in den Vordergrund, was wir heute in unserem Bereich zum Positiven verändern können.
And thank you so much, Andra, for the drawing that goes with my question „Wie seht ihr die Zukunft?“ 🤩